Achtsamkeit – was ist das? Was soll das? Was kann das?

Jens und ich sind nicht nur Zuhause immer auf der Suche nach tollen Ideen und Aktivtäten, die wir mit euch in unseren DateNightBoxen teilen können, wir nehmen im Moment auch regelmäßig an allen möglichen Kursen teil, um gemeinsam neue Kenntnisse zu erlenen. Einer dieser Kurse war mit der lieben Anneke Rathje und hat sich komplett um das Thema Achtsamkeit gedreht. Wir waren so begeistert von diesem Thema, dass Marina dir heute davon berichtet und ein paar Übungen teilt, mit denen auch du und dein Partner den Moment wieder vollkommen genießen könnt.

Kennst du auch das Gefühl, dass die Woche, der Monat oder das Jahr wieder einfach an dir vorbeigeflogen ist? Jens sagt oft, dass er es nicht fassen kann, wie schnell die Zeit schon wieder vergangen ist. Ich finde es schade, dass man je älter man wird, immer mehr das Gefühl hat das Leben ginge so schnell vorüber. Müssen wir einfach akzeptieren, dass in der Geschwindigkeit unserer heutigen Zeit und des stressigen Alltags unser Leben nun mal unfassbar schnell ist und uns wie Sand durch die Finger rinnt? Dass wir viel zu oft auch in unserer Beziehung auf Autopilot leben?

Nein, das muss nicht unbedingt sein. Denn es gibt Möglichkeiten aus dem Autopiloten und dem Stress auszusteigen und wieder etwas bewusster zu leben. Eine Möglichkeit, die ich dir heute vorstellen möchte, ist die Achtsamkeit. Ich erzähle dir in diesem Artikel, was genau Achtsamkeit ist, was sie bewirkt und wie du einige Werkzeuge der Achtsamkeit in deinem Alltag und zusammen mit deinem Partner anwenden kannst.

Was genau bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist einer dieser abstrakten Begriffe, die einem im Moment überall begegnen, aber irgendwie ist es schwierig ihn richtig zu fassen. Also was genau bedeutet Achtsamkeit? Achtsamkeit heißt, dass du im Hier und Jetzt lebst und den gegenwärtigen Moment auskostest. Deine Gedanken befinden sich weder in der Zukunft, noch hängen sie in der Vergangenheit oder einer Fantasiewelt fest. Der Autopilot ist abgeschaltet und du fragst dich nicht, wie du eigentlich von A nach B gekommen bist, ohne es zu bemerken. Du nimmst deinen Körper, deine Gefühle, dein Gegenüber und deine Umgebung ganz bewusst wahr. Du konzentrierst dich auf eine Sache ohne Ablenkung oder Multitasking.

Was ist der Vorteil dieser Achtsamkeit?

Der Vorteil der Achtsamkeit ist, dass du wieder mit dir selbst in Kontakt kommst. Du nimmst deine Gefühle und deinen Körper bewusst und ohne Wertung wahr. Achtsamkeit hilft dir dabei dich immer wieder zu kalibrieren, neu zu sortieren. Immer wieder in dem jetzigen Moment anzukommen und auf einen Schlag deinen abgelenkten und zerstreuten Geist wieder zurückbringen zu können, sodass deine Gedanken wieder zusammenfinden und zu einem Ganzen werden. Achtsamkeit steigert deine Konzentrationsfähigkeit und hilft dir in den Flow zu kommen, wo du mit voller Kraft an der einen Sache arbeitest.

Achtsamkeit hilft dir aber auch dabei dich selbst besser wahrzunehmen und zu verstehen warum du wie reagierst. Du verdrängst deine Gefühle nicht, aber du bist auch nicht in Gefühlsspiralen gefangen. Achtsamkeit klingt nach einem großartigen Konzept. Findest du nicht auch?

Was bedeutet Achtsamkeit für meine Beziehung?

Was kann Achtsamkeit für deine Beziehung bedeuten? Zum einen kannst du mithilfe von Achtsamkeit die Momente mit deinem Partner mehr genießen, da du ihn oder sie vollkommen wahrnimmst, richtig zuhörst und damit die Verbindung stärkst. Zum anderen siehst du deinen Partner eventuell aber auch in einem völlig neuen Licht. Warum? Weil du ihn oder sie komplett wahrnimmst. Du hörst aktiv zu, du betrachtest deinen Partner liebevoll und wertfrei entdeckst vielleicht ja auch etwas Überraschendes. Mit Achtsamkeit erfreust du dich an der Gegenwart deines Partners. Was ist hier also genau deine Aufgabe?

  1. Du nimmst deinen Partner genauso wahr, wie er oder sie ist. Schau deinen Partner von oben bist unten, schau ihm oder ihr ins Gesicht und höre genau zi.
  2. Du bist offen dafür neue Aspekte an deinem Partner kennenzulernen.
  3. Du urteilst nicht, sondern nimmst einfach nur wahr.
  4. Du hast Geduld und Liebe für deinen Partner und hörst offen zu.
  5. Du nimmst deine Gefühle und Entdeckungen einfach nur wahr. Du nimmst sie an und lässt sie los.

Diese Aufgabe fand ich gar nicht so leicht. Ich habe durch die Achtsamkeitsübungen festgestellt, dass ich mit meinen Gedanken immer sehr stark in der Zukunft hänge und auch manchmal nicht so aufmerksam zuhöre wie ich könnte. Meine Gedanken schweifen sofort zu neuen Ideen.  Jeder von uns kann da sicher noch etwas Übung gebrauchen.

Wie bringe ich Achtsamkeit in meinen Alltag? Einfache Übungen allein oder zu zweit

Meditiation ist ein sehr gutes Mittel Achtsamkeit zu üben. Es gibt viele gute angeleitete Meditationen auf Youtube oder ihr schaut mal bei Anneke Rathje vorbei, die sich auf das Thema Achtsamkeit spezialisiert hat. Sie empfiehlt zum Beispiel einen Bodyscan durchzuführen. Dabei legt ihr euch entspannt hin und geht euren kompletten Körper von den Zehen bis zur Kopfhaut nacheinander durch. Die schwierige Aufgabe dabei ist es, dass ihr nur wahrnehmt und nicht wertet (und nicht einschlaft, was mir während des Achtsamkeitstrainings passiert ist).

Es ist wunderschön zusammen mit dem Partner eine Meditation zu machen. Wir haben daraus ein Ritual entwickelt. Wir hören beim Einschlafen und nach dem Aufwachen immer zusammen eine geführte Meditation.

Du bist keiner der Mönche, die sehr viel Zeit auf ihre Meditationspraxis und das achtsame Leben verwenden können und nicht vom schnellen Alltag umgeben sind. Aber trotzdem kannst du dich immer wieder ins Jetzt zurückholen. Konzentration und innere Einstellung sind außerdem wichtig für den Erfolg der Achtsamkeitsübungen.

Was passiert, wenn man abschweift oder in eine Spirale aus negativen Gedanken gerät. Es geht nicht darum diese Gedanken zu verurteilen oder sich selbst Vorwürfe zu machen. Es geht darum die Gedanken anzuerkennen und wahrzunehmen und dann wieder loszulassen. Erlaube dir die Gedanken und Gefühle wirklich und völlig wertfrei wahrzunehmen.

Grundhaltungen der Achtsamkeit:

  1. Annehmen, was da ist
  2. Offen sein
  3. Nicht urteilen
  4. Nichts beabsichtigen
  5. Vertrauen
  6. Geduld üben
  7. Loslassen (annehmen und dann loslassen)

 Neben den oben genannten Meditationen will ich dir heute aber mal ein paar Meditationen vorstellen, die völlig anders sind als die Meditation im Sitzen und Liegen und die du ganz wunderbar zusammen mit deinem Partner durchführen kannst. Wir durften sie auch im Achtsamkeits-Workshop austesten.

Geh Meditation

Bei dieser Meditation konzentrierst du dich nur auf das Gehen. Du gehst langsam durch den Raum oder Garten. Du fokussierst dich darauf wie du gehst, wie du den Fuß abrollst. Wie fühlt sich der Boden unter deinen Füßen an? Wie ist es mit dem Gleichgewicht? Was passiert, wenn du noch langsamer und noch langsamer gehst? Was verändert sich? Nimm die Gedanken, die dir durch den Kopf gehen war, aber lasse sie nicht anhaften. Lasse sie wie Teflon von dir gleiten. Schaue auf deinen Atem, wie verändert er sich?

Diese Meditation im Gehen war für mich wie eine Pause vom Alltag. Ich konnte ganz bei mir selbst ankommen und den Moment vollkommen genießen. Die Gehmeditation lässt sich wunderbar in den Alltag einbauen, da du sie auch während kleiner Pausen durchführen kannst. Wenn du die Gehmeditation zusammen mit deinem Partner machst, sprecht danach über eure Erfahrungen. Es ist interessant zu sehen wie unterschiedlich sie auf einen wirkt.

Rosinen Meditation

Bei der Rosinen Meditation nimmst du dir drei Rosinen oder drei Cranberrys oder drei Stücke Schokolade oder etwas Ähnliches. Sollest du sie mit deinem Partner machen, gib ihm auch ruhig drei Stücke ab (auch von der Schokolade 😉).

Nimm dir das erste Stück (Rosine) und schaue es genau an, halte es gegen das Licht. Was entdeckst du? Lass dir Zeit.

Halte die Rosine ans Ohr und bewege sie hin und her. Was hörst du?

Rieche die Rosine und nimm ihren Duft wahr.

Halte die Rosine an deine Lippen und lass deine Zunge sie berühren. Was fühlst du?

Lege die Rosine in deinen Mund und fühle sie mit der Zunge. Bewege sie hin und her ohne zu kauen.

Beiße auf die Rosine und nimm ihren Geschmack wahr. Schmeckst du unterschiedliche Dinge, je nachdem wo es die Zunge berührt? Iss die Rosine achtsam und langsam.

Die zweite Rosine isst du jetzt nochmal langsam, aber nicht mehr allzu achtsam.

Die dritte Rosine isst du, wie du sie normalerweise essen würdest.

Was hast du wahrgenommen? Was war der Unterschied?

Fazit:

Es gibt viele Möglichkeiten und Formen deinen Alltag achtsamer zu gestalten. Du kannst mit der Achtsamkeit lernen den gegenwärtigen Moment voll auszukosten und mit dir selbst in Kontakt zu bleiben. Das Leben fliegt weniger an dir vorbei und du kannst deine Konzentration verbessern. Auch deine Beziehungen verbessern sich, da du dein Gegenüber vollkommen und ohne Bewertung wahrnimmst und damit die Verbindung zwischen euch verstärkst.

Mit unseren DateNightBoxen wollen wir dir helfen die Bindung mit deinem Partner durch gemeinsame spaßige und interessante Aktivitäten zu stärken und immer wieder neue Aspekte an deinem Partner und deiner Beziehung zu entdecken. Das coole an den Boxen ist, dass du dir keine Gedanken machen musst und dir nicht selber etwas ausdenken brauchst. Alles was du für ein liebevolles, spaßiges und einzigartiges Date brauchst, ist in der Box enthalten. Und das jeden Monat neu, sodass die monatliche DateNight mit dem Schatz easypeasy steht.

1 Kommentar

  • Liebe Marina! Was für ein schöner Artikel zum Thema. Du hast den Kern der Achtsamkeit wirklich sehr gut erfasst. Was ja nicht immer einfach zu erklären ist… Auch sind da viele schöne Übungen enthalten, die Lust auf Ausprobieren machen. Ich leg gleich mal los ;)

    Anneke Rathje

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